Feeds:
Artikel
Kommentare

Das R&D Team von Bonnier hat eine exzellente Studie vorgelegt, wie wohl die künftigen eReader aussehen könnten. Mit sehr viel Liebe zum Detail hat man visualisiert, wie hier die Zukunft aussehen könnte. In meiner Eigenschaft als Chefredakteur des (auch) physischen Magazins fotocommunityplus, kann ich eine derartige Entwicklung nur begrüßen. Kein Mensch ist doch in Wirklichkeit Gewahr, wieviele der im Zeitschriftenhandel befindlichen Hochglanzmagazine als Remittenten ihren Weg in den Schredder finden. Das ist mal ein wirklicher ökologischer Skandal. Mal abgesehen davon, dass die Möglichkeiten der Interaktivität enorm sein werden und eine entsprechende Verknüpfung von Print und Web immer mehr Spass machen wird.


Und so könnte ein derartiges Device aussehen – man munkelt ja, dass Apple etwas ähnliches Anfang 2010 bringen wird – wer auch sonst!?

Endlich ohne Taschenlampe unter der Bettdecke lesen können:

Und schnell wichtige Inhalte markieren, kopieren oder bearbeiten für eigene Zwecke:

Ich hatte in den letzten Tagen und Wochen oft die Diskussion, ob der Adservermarkt noch ein spannender ist oder nicht. Viele entgegegneten mir – nein, die Preise sind kaputt, da ist nichts mehr zu holen. Nunja, daraufhin habe ich mir mal die Mühe gemacht und anhand der aktuellen IVW Zahlen nur einmal die größeren Vermarkter angeschaut und Mutmaßungen angestellt, was sie noch für TKP-Preise ihrem Adserver-Anbieter zahlen müssten. Die Zahlen habe ich mal unten beigefügt. Und jetzt bitte nicht gleich zu Ihrem Adserver-Anbieter rennen, wenn Sie nicht diese Preise haben. Er wird sicherlich seine Gründe haben, wenn er es Ihnen teurer verkaufen muss ;-)

Ok, ok – es sind Bruttoumsätze. Und selbst wenn man davon ausgehen kann, dass die Selbstkosten nicht weit weg liegen von den genannten 1 Cent Mindest-TKP, so verbleiben hier doch noch erklägliche Roherträge. Wohlgemerkt, hier sind keine Riesencommunities wie die VZ-Gruppe oder facebook enthalten!

Was folgere ich daraus? Trotz doch sehr runtergeprügelter Preise, immer noch ein sehr attraktiver Markt, wenn man seine Technik und die damit verbundenen Personalkosten gut im Griff hat!


Vermarkter Pis in Tsd. Adserver-TKP Kosten pro Jahr in kEUR
A 5.153.711 0,01€ 618,45€
B 4.936.395 0,01€ 592,37€
C 2.356.929 0,01€ 282,83€
D 2.177.900 0,015€ 392,02€
E 1.478.002 0,02€ 354,72€
F 1.460.415 0,02€ 350,50€
G 1.099.138 0,02€ 263,79€
H 1.070.352 0,02€ 256,88€
I 812.534 0,02€ 195,01€
J 768.838 0,02€ 184,52€
K 530.731 0,02€ 127,38€
L 512.597 0,02€ 123,02€
M 424.136 0,03€ 152,69€
N 282.482 0,03€ 101,69€
O 184.645 0,03€ 66,47€
P 172.760 0,03€ 62,19€

Wie gestern Morgen bekannt wurde, kauft Google Teracent.

Was macht Teracent – lasst mich dies mit dem folgenden Beispiel verdeutlichen:

Erkennt Ihr den Unterschied? Ja klar werdet Ihr sagen. Und doch ist der Hintergrund sehr bemerkenswert. Das untere Banner wurde nämlich vollautomatisch von einem Programm aus tausenden von Kreativelementen erstellt, dabei berücksichtigend Kriterien wie Geographie, Uhrzeit, Sprache, Inhalt der Webseite, wo dieser Banner läuft und welche Banner zuvor gelaufen sind.

Wieder ein Schritt hin zu den Morphing Websites und den entsprechenden Adservern, die ich bereits in dem folgenden Artikel beschrieben habe.

Hier der Link zur offiziellen Pressemeldung.

oder wie GoYellow als Trittbrettfahrer SEO macht und dabei nicht mal unclever ist:

Sehr schön zeigt dieser Fall auch, dass nicht nur der Sender PRO7, sondern auch Dritte vom Viralmarketing profitieren können. GoYellow hat die Ortschaft Boddenstedt für ihr Kartenmaterial kurzerhand zu “Finsdorf” umgetauft. Im Folgenden sieht man den Ausschnitt der Originalkarte und Finsdorf bei GoYellow:

Da Finsdorf im Plot aber ein Atomkraftwerk besitzt, hat man dies bei GoYellow ebenfalls noch aufgebaut. Hier die ursprüngliche Fläche, auf dem für Finsdorf das Atomkraftwerk errichtet wurde:

Immerhin Seite 2 im organischen Google-Ranking – why not kann ich da nur sagen – eine smarte Idee!

Übrigens – gedreht wurde in Realität im Ort Walberberg bei Köln.

Diese Meldung, die heute Morgen über den Ticker kam, überraschte mich doch einigermaßen, nachdem doch Hubert Burda noch auf dem letzten DLD von “lousy pennies”gesprochen hat, die im Internet zu verdienen seien. Aber frei nach Adenauer – was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ;-)

Hubert Burda Media beteiligt sich über die Tochter Burda Digital zu 25,1% an dem Business-Netzwerk Xing. Das macht das Medienhaus zum Hauptaktionär. Insgesamt erwarb Burda 1.323.041 Xing-Aktien von der Cinco Capital GmbH. Verleger Hubert Burda: „Die Beteiligung ist ein wichtiger Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens“. Xing hat seit seiner Gründung kontinuierlich an Mitgliedern sowie Umsatz und Gewinn zugelegt.

Bei der EU steht eine Richtlinie in den kommenden Wochen vor der Absegnung, die viele Unternehmer im Internet vor erhebliche Herausforderungen stellen dürfte. So soll beschlossen werden, dass Cookies nur noch nach vorheriger Einwilligung des Webseiten Nutzer gespeichert werden dürfen. So heißt es in Artikel 5 Absatz 3 der entsprechenden Richtlinie (deutsche Fassung):

“Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Speicherung von Informationen oder der Zugriff auf Informationen, die bereits im Endgerät eines Teilnehmers oder Nutzers gespeichert sind, nur gestattet ist, wenn der betreffende Teilnehmer oder Nutzer auf der Grundlage von klaren und umfassenden Informationen, die er gemäß der Richtlinie 95/46/EG u. a. über die Zwecke der Verarbeitung erhält, seine Einwilligung gegeben hat. Dies steht einer technischen Speicherung oder dem Zugang nicht entgegen, wenn der alleinige Zweck die Durchführung der Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz ist oder wenn dies unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter eines Dienstes der Informationsgesellschaft, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wurde, diesen Dienst zur Verfügung stellen kann.”

Sobald diese Richtlinie verabschiedet wurde, haben die EU-Staaten 18 Monate Zeit, dies in nationales Recht zu übernehmen. Stirbt der Cookie somit in seiner jetzigen Form in 18 Monaten?

Das betrifft mehrere Bereiche des Internets, die nicht unwesentlich sind:

- Werbung/Advertising
- Partnergeschäft / Affiliate
- Webanalyse / Webcontrolling

Firmen wie Wunderloop, Nugg.ad etc. werden also künftig in Probleme geraten.

Ob dies im Sinne eines verbesserten Onlinemarketings ist und einer zielgruppengenaueren Ansprache mag mal dahin gestellt sein.

Heute machte folgende Pressemitteiliung die Runde und sorgte somit auch für viel Gesprächsstoff in der Blogosphäre:

United Internet und wunderloop verschmelzen Targetingsysteme

Interessant ist folgendes Zitat auf Kress:

Matthias Ehrlich, Chef der United Internet Media, will mit dem Schritt das Versprechen einlösen, “dem Online-Mediamarkt einen unabhängigen, im Hinblick auf Datenschutzkonformität und Zielgruppensystematisierung höchstwertigen Targetingstandard zu bieten.” Ehrlich hatte bisher schon versucht, sein Targetingsystem TGP auch bei anderen Internet-Unternehmen unterzubringen. Bis auf die Schwesterunternehmen AdLink und HiMedia hat er aber wegen mangelnder Neutralität keine Partner gefunden.

Es stellt sich für mich jetzt die Frage, ob eine derartige PM förderlich ist eine Neutralität aufzubauen, zumal man weiss, dass UIM nun an Wunderloop beteiligt sein wird, oder ob es nicht vielleicht doch eher Wunderloop schaden könnte, weil es die angebliche Neutralität verliert.

Wichtig erscheint mir auf jeden Fall, dass UIM erkannt hat, dass ohne vernünftiges Performance Marketing, der Online Markt der Zukunft nicht in den Griff zu bekommen ist. Die Frage ist nun hier, ob und wieweit Wunderloop mit seiner Cookie basierenden Technologie hier der zukunftsweisende Weg ist.

Ich zitiere hier mal einen Brancheninsider: “Ob da mal nicht der Lahmende dem Blinden unter die Arme greift.”

Jeder mag sich seine eigenen Gedanken machen ;-)

Business On, das regionale Wirtschaftsportal war so nett arrogo.de bereits in einem ersten Interview mit Geschäftsführer und Mitgründer Sven Jan Arndt zu erwähnen. Ich denke, ein lohnender Artikel auch wegen der generellen Aussagen zum Thema Internetnutzung und seine Zukunft.

Bildschirmfoto 2009-10-09 um 11.24.17

Die dmexco in Köln ist zu Ende. Viele Vermarkter haben sich dargestellt. Die meisten wachsen entgegen dem Trend im Bereich Marketing (siehe vorherigen Blogeintrag). Die Frage ist aber wie lange noch. Und vor allem, warum?

Die klassische Display Werbung im Internet ist ein Relikt aus vergangenen Tagen. Wie stellte jedoch ein interessanter Artikel auf der ibusiness fest:

Bannerwerbung ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, als Broadcast-Kommunikation das Maß aller Dinge war. Als niemand darüber sprach, eine 1:1-Kommunikation mit dem Kunden aufzubauen. Als Empfehlungsmarketing eine unbekannte Vokabel war. Kurz: Als ausschließlich teure Zeitungsanzeigen, kostspielige Zeitschriften-Annoncen, hochpreisige Radio-Spots und budgetverschlingende TV-Clips existierten. Doch das Internet öffnet den Rückkanal zum Konsumenten. Und längst erwartet der Konsument zunehmend mehr als nur senderorientierte Kommunikation. Er erwartet Beteiligung – etwas, was das klassische digitale Plakat in seiner ursprünglichen Form nicht liefern kann. Zwar ist das einfache Hochhalten von Werbeschildern auch in Zukunft eine durchaus vernünftige und auch effiziente Art, weiterführende Kommunikation zu initiieren, an die Fortführung eines Dialogs zu erinnern oder die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Menschen ihren nächsten Hamburger in der ‘richtigen’ Kette kaufen. Aber niemand erwartet, dass ein Klingelschild allein verkauft.

Diese These wird von harten Fakten gestützt:

1. Ein sinkender Anteil der Bannerwerbung an der gesamten Onlinewerbung wie dem neuesten Bericht des OVKs zu entnehmen ist (hier der vollständige Report – OVK Online-Report 200902_Webversion):

Bildschirmfoto 2009-09-25 um 14.38.46

2. Die fallenden Preise im Displaygeschäft. Die Preise sind im freien Fall aufgrund des Überangebotes. Den Druck, den die Vermarkter spüren resultiert aus:
- Zurückhaltung der Werbetreibenden generell
- Mediaagenturen geben den Erfolgsdruck der Werbekunden in Form von Rabattwünschen weiter
- große Websites starten Ihre eigene Vermarktung, um Ihre Margen aus Punkt 1 wieder zu steigern

3. Sinkende Aufmerksamkeit bei der werberelevanten Zielgruppe. Die Klickraten sinken immer mehr, trotz immer lauter und aggressiver werdender Werbeformen. Dies ist auch kein Wunder, wenn man sich anschaut, wie phantasielos teilweise die großen Vermarkter Zusammenhäge herstellen. Sucht jemand bei Google einen Kinderwagen, bekommt er auch eine Displaywerbung für Kinderwerbung auf den Folgeseiten angezeigt. Wie erzeugt man da zusätzliche Needs? Wenn jemand sowieso schon gezielt auf der Suche ist, wird er mit hoher Sicherheit nicht auf plumpe Banner hereinfallen, die die meisten in Ihren Surfgewohnheiten sowieso schon ausblenden.

4. Economy of Scale. Die großen Vermarkter wachsen immer weiter und können sich, wie es einer der ganz großen formulierte – garnicht wehren vor neuen Kunden. Die Kleinen bleiben aufgrund der fallenden Margen auf der Strecke. Es ist ein ähnlicher Konsolidierungsprozess wie in den USA zu erwarten.

5. Performance – alles wird messbar! Genau dies ist es, was die klassischen Werbetreibenden ihre Budgets hin zum Internet switchen lässt. Sie wollen für Performance, sprich Leads und Sales bezahlen und nicht allein dafür, dass sie gesehen werden. Dies ist eine große Chance des Internets – die Interaktivität oder wie oben geschrieben, der Rückkanal. Also sollte man diesen verdammt noch mal auch nutzen und nicht so tun, dass Simplex-Kommunikation mittels Banner das Nonplusultra sei, man müsse nur besser aussteuern, wo man sie anzeigt.

Es wird neue Formen der Vermarktung im Internet geben – hierzu gehören mit Sicherheit Videoads, mobile Verknüpfungen aber auch Morphing Websites.

Es bleibt wie immer spannend!


Wie heute im FAZ-Blog eindrucksvoll mitgeteilt wurde, ziehen die Werbespendings in Online Bereich wieder an. Einige Werber wollen dies schon als Anzeichen für ein Anziehen der Konjunktur sehen:

Online_2D00_Werbung-2009Wie jedoch die anderen Werbemedien zeigen, gehen diese weiter runter. Ich würde dies momentan eher dahingehend interpretieren, dass die werbende Industrie den Strukturwandel konsequent weiter vollzieht und sich den reinen Massenmedien ohne große Steuerungsmöglichkeit und schwieriger Meßbarkeit abwendet und sich mehr der auf Performance basierenden Onlinewerbung zuwendet.

Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch zu sehen, wo der Trend der (Online-)Werbespendings hingeht. Da die USA hier immer noch ein Vorreiter sind, ist die folgende Grafik sehr spannend:

Internetwerbung-USASocial Media hat klassisches Suchmaschinenmarketing bereits abgelöst und erstaunlicherweise erlebt Email-Marketing eine große Renaissance. Diese Entwicklung verfolgen wir weiter spannend und halten Sie auf dem Laufenden!

Ältere Artikel »